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VIP-Zone

Photos

Idee und Konzept:
Donald Padel

Darsteller:
Tiberius Stanciu
Fabrizio de Pasquale
Irene Kainz
Alexa Bluma
Rosetta Repp
Ingo Seefeld mit Apollo
Olaf Schilling
David (auf der Straße angesprochen, wollte Nachnamen nicht verraten)
Omar (auf der Straße angesprochen, wollte Nachnamen nicht verraten)

Ausstattung:
Ingo Seefeld
Donald Padel

Fotos:
Detlef Löffler

Film:
Mischa Guttmann
Puls-TV

PR und Pressearbeit:
Nora Lackner

Requisiten:
1 tragbarer Türrahmen (Eingang VIP- Zone)
1 Seil
1 Plastikschild "VIP Zone"
1 Skulptur "Pompeji"
10 schwarze Anzüge

Inhalt:

Eine Prozession bewegt sich über den Brunnenmarkt. Die Spitze bilden zwei dunkelhäutige Männer (David, Omar) die, die auf einem vierrädrigen Wagen befestigte Skulptur "Pompeji" hinter sich herziehen. Die vom Atelier "Acanto" geschaffene Skulptur "Pompeji" besteht aus zerbrochenen, weißen Säulen griechischer Säulenordnung. Diese "Säulenbruchstücke" sind horizontal auf einer liegenden weißen Holzplatte (1,8m mal 1,3m) verteilt und erinnern in ihrer Anordnung und Verteilung an eine antike Trümmerlandschaft. In dieser Performance symbolisieren sie den Auf- und Niedergang von Hochkulturen und stellen gleichsam die Frage, an welcher Stelle denn unsere von Maßlosigkeit und Dekadenz getragene, viel gelobte und als "Exportschlager" durch Neokolonialisierung in alle Welt hinausgetragene demokratisch, westliche Welt denn stehen möge? Wer ist schuld?

Die "mobile Installation" aus Mensch und Skulptur heißt "black&white" und steht für die uns umgebende, momentane Welt mit all ihren Facetten und Irrglauben, Glauben, erst, zweite, dritte Welt.
"Black&white" wird verfolgt von einer Tänzerin (Rosetta Repp). Sie tanzt ohne Musik, traumverloren etwas verrückt nur für sich allein, als zweites, verbindendes Element zwischen "black&white" und der "eigentlichen VIP-Zone". In dieser Prozession symbolisiert sie die Kunst die Kunstschaffenden in ihrem Tun. Sie wird angetrieben von der eigentlichen "VIP-Zone".

Ein Bodyguard (Ingo Seefeld) mit schwarzem Anzug und schwarzem Schäferhund (Apollo) führt diese "eigentliche mobile VIP-Zone" an und passt auf das niemand in den Kern der VIP- Zone vordringen kann. Sie besteht aus einem tragbaren Türrahmen an dessen Seiten ein Seil befestigt ist. Diese Konstruktion wird von zwei Frauen (Irene Kainz, Alexa Bluma) und zwei Männern (Fabrizio de Pasquale, Tiberius Stanciu) in schwarzen Anzügen getragen. Die Männer gehen voraus und tragen den Rahmen. Am Rahmen hängt das Pastikschild "VIP-Zone". Die zwei Frauen tragen das Seil, das ja am Rahmen befestigt ist. Es entsteht somit ein abgeschirmter Bereich für den "Super-VIP" (Donald Padel). Jener trägt ebenfalls einen schwarzen Anzug mit goldener Sonnenbrille, Zigarre und eigenem Mundschenk (Olaf Schilling). Dieser "Super-VIP" ist der Hauptschuldige er treibt die Welt (Installation "black&white) rücksichtslos mit seinen Schergen vorwärts über den Brunnenmarkt. Alle Leute und es ist ein geschäftiger Brunnenmarkttag werden an den Rand gedrängt, machen ehrfürchtig Platz. Manche denken es wäre irgendein SPÖ Kandidat unterwegs, denn es gibt Wahlen. Der Super-VIP probiert verschiedene Früchte an den jeweiligen Marktständen unterhält sich aber nicht mit den Leuten vom Stand, die Kommunikation läuft über den Bodyguard. Die mobile "VIP-Zone" mit dem "Super-VIP" trifft zufällig auf einen echten "VIP" und lädt diesen in die selbige ein. Der echte "VIP" sträubt sich und möchte lieber unerkannt als kleines Rädchen im Ganzen in seiner eigenen privaten Welt sein und trottet erkannt, unerkannt weiter.

Ausgangspunkt und Endpunkt der Performance "die VIP-Zone" ist der Ragnarhof.
Der Film "die VIP-Zone" wurde ungeschnitten am Abend auf dem Ragnarhof präsentiert und bei vielen Anlässen als Videoinstallation verwendet.